Die neue und die alte Parteichefin der CDU. Angela Merkel beglückwünscht Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: imago/Xinhua

Tag 1 für AKK: Wo steht die CDU?

Gepostet am 08.12.2018 um 14:11 Uhr

Der 31. CDU-Parteitag in Hamburg neigt sich dem Ende zu. Eine neue Parteispitze ist gewählt – und die Neuausrichtung kann losgehen. Oder kommen eher sanfte Korrekturen? Unsere Interviews vom CDU-Parteitag.

Eine Zäsur, Zeitenwende, Parteitag der Rekorde – nur drei der Schlagworte, die vor und während des 31. Parteitags der CDU häufig in den Mund genommen wurden. Mit Annegret Kramp-Karrenbauer wurde Merkels Nachfolgerin an die Spitze der CDU gewählt. Die bisherige Generalsekretärin setze sich knapp mit 52 Prozent gegen Friedrich Merz durch.

Eine Zäsur nach 18 Jahren mit Angela Merkel als Parteichefin. Eingebettet wurde dieser Wechsel in einen „Parteitag der Rekorde“, wie Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler vermeldete. Zu den 1001 Delegierten fanden sich in der Messe Hamburg 1600 Journalisten und 1700 Gäste ein, der größte Parteitag in der Geschichte der CDU.

Bedeutet AKK eine Zeitenwende für die CDU? Antworten von Paul Ziemiak und Daniel Günther

Und stellt nun die Wahl der Merkel-Vertrauten Kramp-Karrenbauer eine Zeitenwende dar? Oder bleibt ein großer Teil der Partei unbefriedigt in ihrem Bedürfnis nach einem radikaleren Wechsel? Antworten auf diese Fragen gab auch Paul Ziemiak, den wir am Abend nach der Wahl der Parteivorsitzenden zum Interview begrüßten. Von seinem neuen Job als Generalsekretär wollte er da noch nichts gewusst haben:

Im Gegensatz zu Ziemiak, der nicht für Annegret Kramp-Karrenbauer stimmte, hatte sich Daniel Günther im Vorfeld für „AKK“ als neue CDU-Chefin ausgesprochen. Nachdem sich seine Favoritin durchgesetzt hat, findet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein: „Es liegt nun viel Arbeit vor uns, um alle wieder einzusammeln.“

AKK hat einen Fahrplan für ein neues CDU-Profil

Und wo steht die CDU nun? Die ehrlichste Antwort ist vermutlich: Man weiß es nicht. Die neue Vorsitzende hatte am Morgen einen Fahrplan für die Profilschärfung der Partei ausgegeben. Die Erkenntnisse ihrer „Zuhör-Tour“ präsentiert sie im nächsten Jahr auf einer „Antwort-Tour“. Dem folgt ein Grundsatzprogramm, das 2020 verabschiedet werden soll. Und daraus leitet sich letztlich das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2021 ab. Solide Meilensteine, Ausgestaltung folgt.

Was wir schon einmal wissen: Die Aussprache des Namens der neuen CDU-Chefin kann insbesondere für ausländische Kollegen herausfordernd sein.

Zuletzt aktualisiert: 13.12.2018, 07:05:06