Stippvisite in Kuwait

Gepostet am 19.04.2017 um 15:31 Uhr

Außenminister Sigmar Gabriel reist in den Nahen Osten, um Unterstützung für die Stabilisierung des Iraks zu sammeln. Unsere Korrespondentin Sabine Rau ist mitgereist.

Nach sechsstündigem Flug über die Türkei und den Irak schließlich Landung in Kuwait. Es ist nicht einmal halb sechs abends und wird bereits dunkel. Schon aus dem Fenster des Bundeswehr-Airbus – der Regierungsmaschine, die der Kanzlerin und den wichtigsten Ministern vorbehalten ist – kann man sehen: Ein Lichtermeer in der Wüste. Kuwait ist reich. Hier wird nicht gespart, am wenigsten am Strom. Im Konvoi geht es in rasender Geschwindigkeit zum Außenministerium. Gabriel ist die Kurzvisite wichtig. Kuwait hat als kleines Land großes Interesse an einer friedlichen Lösung für Syrien und an einem geeinten Irak. Das will er mit seinem kuwaitischen Kollegen erörtern.

Das Ministerium ist eindrucksvoll: Architektur aus 1001 Nacht, dicke Teppiche, Seidentapeten, Kristalllüster. Männer in weißen Gewändern, viele Männer. Aber auch ein paar Frauen: in High Heels, geschminkt, Hosenanzug und Kopftuch. Der deutsche Minister wird sehr respektvoll behandelt: Deutschland und Kuwait sind Partner für die Organisation der humanitären Hilfe für Syrien. Und natürlich auch Partner in Wirtschaftsbeziehungen: Deutschland ist der drittgrößte Importeur im Wüstenstaat.

Kurze Pressekonferenz vor dem Weiterflug in den Irak: Der kuwaitische Außenminister lobt Deutschlands Hilfe in der Flüchtlingsfrage. Und Gabriel und sein kuwaitischer Kollege Scheich Sabah sind sich einig: In Bezug auf Syrien wollen sie weiter an einem Strang ziehen. Am gleichen Abend fliegt der deutsche Außenminister noch weiter in den Irak. Dort will Gabriel heute mit der irakischen Regierung über deutsche Unterstützung für den Wiederaufbau ehemaliger IS-Gebiete reden.

Zuletzt aktualisiert: 21.11.2017, 03:39:46