“Stark für Dich” – Imagekampagne für Polizei und Rettungskräfte

Gepostet am 28.09.2017 um 18:24 Uhr

Immer häufiger werden Helfer in Uniform im Einsatz angepöbelt, bespuckt, geschlagen oder mit Steinen beworfen. Das soll sich ändern. Robin Lautenbach war bei der Vorstellung einer neuen Image-Kampagne dabei.

Er hat extra bis nach der Wahl gewartet. Bundesinnenminister de Maizière wollte sich nicht dem Verdacht aussetzen, er mache Wahlkampf mit denen, die  in der Bevölkerung ein hohes Ansehen haben: Feuerwehrleute, Polizisten, Notärzte, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung einer neuen Image-Kampagne für Rettungskräfte und Polizisten:


Aber eine Image-Kampagne sollte her: Denn immer öfter sind die Helfer in Uniform selbst Opfer. Sie werden im Einsatz angepöbelt, bespuckt, geschlagen oder mit Steinen beworfen. Der Bundestag hat deswegen das Strafrecht geändert: Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte können härter bestraft werden, Bundespolizisten können in Zukunft mit Körperkameras Angriffe dokumentieren. Die Kampagne des Bundesinnenministers wird in Fernsehspots und auf Plakaten den Alltag der Rettungskräfte zeigen. Dazu kommt immer eine Textzeile. Zum Motiv des Notarztes und der Sanitäter heißt es beispielsweise: Stark für Dich – Egal, wie die Chancen stehen.

Nicht Schauspieler wurden engagiert, sondern die, die selbst im Einsatz sind. Sie waren bei der Vorstellung der Kampagne dabei:

Stefanie, Notärztin:  “Dass es keine Rettungsgasse gibt, das ist die Regel.”

Lauren, Feuerwehrmann: “Drogenabhängige wollen sich oft nicht helfen lassen, schlagen um sich und spucken uns an.”

Christian, Technisches Hilfswerk: “Ich mache das ehrenamtlich, denn immer nur  rummeckern, das geht nicht, man muss auch mal selbst was tun.”

Marissa, Bundespolizistin: “Ich wünsche mir mehr Respekt gegenüber Frauen in der Polizei.”

Die Plakatmotive und Spots sind emotional, zeigen die Härte der Einsätze. Die Protagonisten loben sie, weil sie die Realität abbilden – ohne kitschig zu wirken. Fünf Millionen Euro hat sich der Bundesinnenminister die Kampagne kosten lassen. Schade nur, dass solche Kampagnen überhaupt nötig sind.

Hier sehen Sie den Image-Film der Kampagne #STARKFÜRDICH:


 

Zuletzt aktualisiert: 19.10.2017, 14:34:02