Reaktionen auf den Tod von Hildegard Hamm-Brücher

Gepostet am 09.12.2016 um 12:11 Uhr

Sie war die Grande Dame des Liberalismus in Deutschland: Hildegard Hamm-Brücher. Die FDP-Politikerin prägte jahrzehntelang die Politik. Nun ist sie im Alter von 95 Jahren gestorben. Politiker aller Fraktionen bekunden ihr Beileid.

Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner schreibt: „Wir blicken voller Respekt auf ihr Lebenswerk.”

“Ein Leben lang für Liberalität”

Hildegard Hamm-Brücher war über Jahre Bundestagsabgeordnete und von 1976 bis 1982 Staatsministerin im Auswärtigen Amt unter Außenminister Hans-Dietrich Genscher. 1994 kandidierte sie für das Amt des Bundespräsidenten, allerdings erfolglos. Staatsoberhaupt wurde Unionskandidat Roman Herzog.

2002 gab Hamm-Brücher nach 50 Jahren ihr Parteibuch ab. Der Grund: antiisraelische Äußerungen des damaligen Parteivizes Jürgen Möllemann. Seither definierte sie sich als „freischaffende Liberale“.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)bezeichnet Hildegard Hamm-Brücher als eine Frau, die „ein Leben lang unbeirrbar für Liberalität“ stand:

Hamm-Brücher wurde 1921 in Essen geboren und wuchs in Berlin auf. Sie promovierte in Chemie und zog 1948 für die FDP in den Münchner Stadtrat ein. 2015 verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand.

Über den Tod sagte sie einmal: Sie würde trotz ihres hohen Alters nicht häufig über diesen nachdenken. Als „sehr gläubige Christin“ sei ihr bewusst, dass eines Tages der Tod das Ende ihrer irdischen Laufbahn sein werde. Das gelte es noch zu meistern.

Politiker über alle Parteigrenzen hinweg bekundeten ihr Beileid über Twitter:

Zuletzt aktualisiert: 14.08.2018, 19:19:24