Mit Sigmar Gabriel in Uganda und im Südsudan

Gepostet am 10.08.2017 um 14:12 Uhr

Außenminister Sigmar Gabriel ist seit Dienstagabend auf einer zweitägigen Afrika-Reise, in deren Mittelpunkt die Flüchtlingspolitik steht. Begleitet wird der Außenminister von unserem Korrespondenten Arnd Henze, der die Reise per Twitter kommentiert.

Er ist nicht der einzige mit an Bord:

Ziel war am Mittwoch zunächst eine Flüchtlingssiedlung in Uganda, in der mehr als 90.000 Menschen überwiegend aus dem von Hunger und Bürgerkrieg schwer erschütterten Südsudan leben. Uganda hat insgesamt fast eine Million Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen und damit so viele wie kein anderes Land.

Die Regierungsmaschine bringt die Delegation nicht ganz bis ans Ziel:

Es passieren auch unvorhergesehene Sachen. Kurz noch eine Schule besucht:

Doch nach dieser unbeabsichtigten Zwischenlandung, schafft die deutsche Delegation es bis ins Ziel – ein interessantes Modellprojekt, wie sich herausstellt:

Hilfe zur Selbsthilfe:

Bildung ist alles:

Mehr Platz, was nicht unüblich ist, hat der Präsident in seinem Palast:

Am Donnerstag ist Außenminister Sigmar Gabriel im Südsudan. Im jüngsten Staat der Welt brach Ende 2013, nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit, ein blutiger Bürgerkrieg aus. Der Konflikt zieht sich entlang ethnischer Linien. Die Vereinten Nationen warnten im Dezember vor einem Völkermord. Zehntausende Menschen sind schon getötet worden, knapp vier Millionen der rund zwölf Millionen Südsudanesen befinden sich auf der Flucht, die Hälfte davon in Nachbarländern wie Uganda. Etwa 16.000 Blauhelmsoldaten, Polizisten und zivile UN-Mitarbeiter bemühen sich um eine Stabilisierung des ostafrikanischen Landes. Die Bundeswehr beteiligt sich mit 16 Stabsoffizieren und Militärbeobachtern.

Hintergrund ist ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar.

Sigmar Gabriel hat im Südsudan zu verstärkten Friedensbemühungen aufgerufen. “Der Südsudan hat es wirklich verdient, nach so vielen Jahren des Krieges endlich Frieden zu finden”, sagte er in dem erst seit sechs Jahren unabhängigen afrikanischen Land.

Die Gespräche scheinen sich aber nicht so ganz einfach zu gestalten:

(dpa)

Zuletzt aktualisiert: 13.12.2017, 02:37:40