„Man ist dabei, wenn Weltgeschichte geschrieben wird“

Gepostet am 19.11.2016 um 16:05 Uhr

Einen Tag hinter die Kulissen des ARD-Hauptstadtstudios schauen? Der Tag der Medienberufe macht‘s möglich. Nils Hagemann und Leonie Schlick sind als Tagesreporter hautnah dabei und haben sich im Haus umgeschaut.

Unseren Rundgang starten wir im zweiten Obergeschoss. Zuerst klopfen wir an die Tür von Annette Skrzydlo, Toningenieurin. Sie arbeitet seit acht Jahren bei der ARD und ist für die Produktion und Vertonung von Beiträgen zuständig.

An ihrem Mischpult zeigt sie uns, wie man das Hintergrundrauschen bei einem Beitrag minimiert. „Der Beruf ist sehr vielseitig, weil man nicht nur beim Hörfunk, sondern auch beim Film und Theater arbeiten kann.“, erzählt Skrzydlo.

Wer interessiert ist, kann entweder ein Studium, zum Beispiel „Sound“ an der Filmuniversität Babelsberg, oder eine Ausbildung absolvieren. Vor allen Dingen sei es wichtig, technisch und künstlerisch interessiert zu sein, findet Skrzydlo.

Einige Türen weiter steht Birgit Schmeitzner an ihrem Arbeitsplatz und nimmt testweise einen Beitrag auf. Sie ist Hörfunkredakteurin und schreibt ihre Beiträge nicht nur selbst, sondern spricht sie auch ein.

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Vom ARD-Hauptstadtstudio aus berichtet sie vor allem über die Bundespolitik: „Man ist dabei, wenn Weltgeschichte geschrieben wird.“ Der Berufseinsteig gelingt am besten durch ein Volontariat. Außerdem empfiehlt sie: „Man sollte immer wachsam sein und viel viel lesen.“

Wir gehen ein Stockwerk höher und treffen Holger Sonnen in seinem Büro. Er ist Aufnahmeleiter und seit achteinhalb Jahren bei der ARD. „Wir sind eigentlich Produktionsassistenten und organisieren alles rund um die Produktion.“ Sonnen ist also zuständig für alles, was für einen Dreh wichtig ist, von der Organisation von Locations und Kamerateams bis zur finanziellen Planung.

Unsere Tagesreporterin Anastasia Barner hat sich im Foyer umgeschaut und einiges über Game-Design und Virtual Reality erfahren:

Das Video erscheint in Kürze.

Besonderes Highlight sei neulich der Besuch Obamas gewesen. „Ich bin als Quereinsteiger mit kaufmännischer Ausbildung zu meinem Beruf gekommen.“, erzählt uns Sonnen. Diesen Weg würde er jungen Interessierten auch heute noch empfehlen, außerdem kann man in Potsdam Film- und Fernsehproduktion studieren.

Am Ende unseres Rundgangs schauen wir nochmal beim Stand vom Fritz Radio vorbei. Hier kann man selber Beiträge aufnehmen und mit Nachhause nehmen. Irgendwas mit Medien machen – nicht nur wir, sondern auch viele Jugendliche können sich darunter nun mehr vorstellen.

Nils Hagemann und Leonie Schlick (Text) sowie Anastasia Barner und Alma Dewerny (Video) waren für uns als Gastreporter auf dem Tag der Medienberufe im Hauptstadtstudio unterwegs.

Zuletzt aktualisiert: 14.12.2017, 11:04:24