Der Wolf – ein Fall fürs Kanzleramt

Gepostet am 03.05.2019 um 18:40 Uhr

Wann sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen? Über diese Frage verhandeln Umwelt- und Landwirtschaftsministerium seit langem erfolglos. Jetzt schaltet sich nach ARD-Informationen das Kanzleramt ein. Von Alex Krämer.

Wann sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen? Über diese Frage verhandeln Umwelt- und Landwirtschaftsministerium seit langem erfolglos. Jetzt schaltet sich nach ARD-Informationen das Kanzleramt ein.

Von Alex Krämer, ARD-Hauptstadtstudio

In die Gespräche über den Abschuss von Wölfen hat sich das Bundeskanzleramt eingeschaltet. Das bestätigte das Bundesumweltministerium dem ARD-Hauptstadtstudio.

Zuständig für die Frage, in welchen Fällen Wölfe geschossen werden können, bleiben zwar die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft. Aber weil die sich bisher nicht einig geworden sind, sitzt jetzt das Kanzleramt mit am Tisch – das ist in Streitfällen so üblich. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die die Interessen von Tierhaltern und Naturschutz unter einen Hut bringt.

Wann dürfen Wölfe abgeschossen werden?

Umweltministerin Svenja Schulze will den Abschuss von Wölfen ermöglichen, wenn diese wiederholt Weidezäune überwinden und ernste Schäden verursachen. Agrarministerin Julia Klöckner will die Hürden für den Abschuss noch weiter senken.

Aktuell gibt es etwa 1000 Wölfe in Deutschland, am meisten in Sachsen und Brandenburg. Der Umgang mit den Tieren ist dort auch ein Thema in den Landtagswahlkämpfen – im Herbst werden die Parlamente in Dresden und Potsdam neu gewählt.

Kanzleramt redet jetzt mit beim Thema Wölfe
Alex Krämer, ARD Berlin
18:32:00 Uhr, 03.05.2019

Zuletzt aktualisiert: 18.10.2019, 05:41:27