Jura-Studenten sollen sich mit NS-Unrechtsjustiz befassen

Gepostet am 10.07.2017 um 12:59 Uhr

Justizminister Heiko Maas (SPD) will, dass sich Studierende in der Ausbildung künftig intensiv mit dem Unrechtssystem der Justiz im Dritten Reich befassen. Es gehe auch um ein Berufsethos.

Das “Rosenburg”-Forschungsprojekt hatte im Herbst 2016 detailreich offen gelegt, wie Top-Juristen trotz ihrer NS-Vergangenheit nach dem Krieg im Ministerium, das damals in der Rosenburg bei Bonn residierte, weiter Karriere machen konnten.

Neuer Standard für Juristen

Justizminister Heiko Maas (SPD) sagt, das Ministerium damals habe Schuld auf sich geladen. Und wer heute hier arbeite, müsse wissen, was im Namen dieses Ministeriums geschehen ist. “Wir wollen das zu einem Standard machen, der es bisher nicht gewesen ist”, so Maas. Jurist zu sein, habe etwas mit Ethos zu tun, nicht nur mit Rechtstechnik, sagt Maas dem ARD-Hauptstadtstudio:


Gesetzentwurf in Arbeit

Nach Angaben des Justizministeriums wird derzeit ein Gesetzentwurf erarbeitet. Maas ist überzeugt, dass die Universitäten bei seinem Vorhaben mitziehen werden.

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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2017, 08:39:53