Nicola Beer, die Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl. Foto: imago/Sven Simon.

#Europawahl: Wer ist Nicola Beer?

Gepostet am 23.05.2019 um 11:33 Uhr

Sie will unbedingt nach Brüssel, die Populisten an den Rändern klein halten und zeigen: Die EU bietet Chancen und ist nicht nur Bürokratie. Die Europa-Spitzenkandidatin der FDP im Porträt.

Nicola Beer macht wirklich den Eindruck, als ob ihr Europa sehr am Herzen liegt. Obwohl sie schon wieder umziehen und künftig zwischen Berlin, Frankfurt, Brüssel und anderen europäischen Städten pendeln muss, und ihren Mann und ihre zwei Söhne nicht oft sehen wird: Sie wollte unbedingt nach Brüssel.

Europa ist ihr wichtig, und sie will helfen, die Populisten klein zu halten – die am linken wie die am rechten Rand. Und sie will den Ruf der EU verbessern:

„Ich freue mich auf Europa. Ich freue mich jetzt auch darauf, die Gelegenheit zu haben, mit ganz vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, damit sie dieses Europa hoffentlich zukünftig wieder mit Chancen und mit Erfolgen verbinden, und nicht nur mit Kritik an Technokraten und an Bürokratie.“

Die 49-Jährige Beer stammt aus Hessen. Sie studierte Jura, war Staatssekretärin im hessischen Justizministerium und zwei Jahre hessische Kultusministerin. 2013 folgte sie dem Ruf ihres Parteivorsitzenden Christian Lindner und wurde Generalsekretärin der damals angeschlagenen FDP – gewählt wurde sie mit 80 Prozent.

Beim letzten Parteitag Ende April allerdings bekam sie einen Dämpfer und weniger als 60 Prozent. Viele Delegierte hatten ihr übel genommen, dass sie Agnes Strack-Zimmermann den Platz als stellvertretende Vorsitzende weggenommen hat.

Die sonst meist aufgedrehte und eher gute Laune verbreitende Beer war daraufhin sichtlich angeschlagen. Das ändert aber nichts daran, dass sie weiter auch in Berlin Politik machen und sich zu Wort melden wird.

Zuletzt aktualisiert: 24.10.2019, 06:18:49