Es ist allerhöchste Zeit für die Ehe für alle

Gepostet am 27.06.2017 um 12:53 Uhr

Was spricht eigentlich noch gegen die Ehe für alle? Gar nichts, findet Nina Barth. Niemand wird benachteiligt und eine tolerante Gesellschaft schließt gleiche Rechte für alle mit ein.

Wo genau ist denn eigentlich das Problem mit der Ehe für alle? Hat irgendjemand dadurch Nachteile? Werden von irgendjemandem die Rechte eingeschränkt? NEIN! Also, es ist allerhöchste Zeit. Die Ablehnung der Union war aus meiner Sicht einfach nur noch peinlich in den vergangenen Wochen. Die anderen Parteien wollen gleiche Rechte für Schwule und Lesben – und die Mehrheit der Bevölkerung sowieso.

Laut einer Studie der Anti-Diskriminierungsstelle sind über drei Viertel der Deutschen für die Ehe für alle. Niemand, wirklich niemand wird dadurch benachteiligt. Und diejenigen, die nicht klar kommen mit der Vorstellung, dass es auch eine andere Form der Liebe gibt, die sich vielleicht sogar auf die Bibel berufen und sagen „Ehe – das bedeutet Mann und Frau“ – die können das doch weiterhin so sehen. Sie können auch weiterhin ihr Problem haben mit Schwulen und Lesben – diese Engstirnigkeit, diese diskriminierende Einstellung kann ihnen niemand verbieten.

So tolerant sind wir in Deutschland  – auch wenn es manchmal, wie in diesem Fall, schwer fällt. Aber eins können die Gegner der Ehe für alle nicht: Anderen vorschreiben, wie sie zu leben haben. Und diejenigen, die sagen: Nein, ich bin nicht homosexuellen-feindlich, aber es sollte schon einen Unterschied geben zwischen der echten Ehe und der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, denen sage ich: Doch, es ist homosexuellen-feindlich, genau diesen Unterschied zu machen. Wir sind eine tolerante, offene Gesellschaft und das schließt natürlich auch gleiche Rechte für alle ein – auch für Schwule und Lesben. Es ist wirklich allerhöchste Zeit!

Zuletzt aktualisiert: 24.07.2017, 22:49:02