Die wichtigsten Facts zur Pressefreiheit

Gepostet am 03.05.2017 um 19:26 Uhr

Weltweit werden Journalisten getötet und eingesperrt, nur weil sie ihrem Beruf nachgehen. Eine Studie von Reporter ohne Grenzen zeigt, wie desolat der Zustand der Pressefreiheit ist.

Jeden fünften Tag wird ein Journalist getötet

In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 695 Journalisten wegen ihres Berufes getötet. Dabei ist die Anzahl getöteter Journalisten vergangenes Jahr von 67 auf 57 leicht zurückgegangen. Die meisten Journalisten starben in Syrien (19 Tote), in Afghanistan (10 Tote) und in Mexiko (9 Tote).

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Türkei: Hier sind die meisten Journalisten in Haft

Zurzeit sind in der Türkei mehr als 100 Journalisten inhaftiert. Reporter ohne Grenzen zufolge hängt die Haft bei 41 Betroffenen nachweisbar mit ihrer journalistischen Tätigkeit zusammen. Gleich nach der Türkei folgt China mit 103 inhaftierten Journalisten. Dahinter liegt Syrien mit 28 Inhaftierten.

Rangliste der Pressefreiheit: Deutschland nur auf Platz 16

Norwegen, Schweden und Finnland führen die Rangliste zur Pressefreiheit an. Nur im Mittelfeld der EU-Staaten folgt Deutschland auf Platz 16. Warum so weit hinten? In Deutschland gab es vergangenes Jahr 18 gewalttätige Angriffe auf Journalisten.

„Bis auf zwei Ausnahmen ereigneten sich diese Fälle auf Demonstrationen der Partei Alternative für Deutschland, diverser Pegida-Ableger oder rechtsextremer Gruppen“ – Reporter ohne Grenzen

Ein weiterer Grund ist, dass es in manchen Bundesländern immer noch keine Informationsfreiheitsgesetze gibt. Zum Beispiel in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen.

Im Video: Unsere Kollegen haben bereits die Grenzen der Pressefreiheit kennengelernt:


Zuletzt aktualisiert: 22.10.2017, 02:48:25