Wie glaubwürdig sind die Grünen beim Thema Dieselaffäre? Cem Özdemir im Wahlkampf. Quelle: imago/Stefan Boness

„Die Wähler wissen nicht genau, wofür die Grünen am Ende stehen“

Gepostet am 15.08.2017 um 18:09 Uhr

Die Dieselaffäre müsste eigentlich das geschenkte Wahlkampf-Thema für die Grünen sein. Trotzdem gibt es Unstimmigkeiten in der Partei. Drei Fragen an unseren Korrespondenten Matthias Deiß.

Der Tonfall der Grünen gegen die Autoindustrie ist hart. Einerseits. Aber ganz so einig ist sich die Partei beim Thema Dieselaffäre dann doch nicht. Die Bundesspitze ist für Fahrverbote, die Länder mit grüner Regierungsbeteiligung aber sind dagegen. Im Wahlprogramm festgeschrieben ist ein Enddatum für neue Verbrennungsmotoren ab 2030; das hält Winfried Kretschmann jedoch für nicht umsetzbar. Am Dienstagmorgen hat die Deutsche Umwelthilfe sogar davon gesprochen, dass die Grünen beim Thema Dieselaffäre nur wenig von den anderen Parteien unterscheiden würde. Für eine Partei, die als Umweltpartei gegründet wurde, ein bitteres Urteil. Drei Fragen an Matthias Deiß über die Glaubwürdigkeit der Grünen im Dieselskandal.


Zuletzt aktualisiert: 20.11.2019, 07:36:04