Der Bericht aus Berlin vom 13. Januar mit Tina Hassel.

Der „Bericht aus Berlin“ am 13. Januar

Gepostet am 11.01.2019 um 17:22 Uhr

Ungleiche Renten in Ost und West und die Stimmung in der CDU – das sind die Themen im Bericht aus Berlin. Im Studio begrüßt Tina Hassel die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Die Linke).

CDU: fragile Geschlossenheit
Nach dem knappen Rennen um die Spitze übt sich die CDU in Geschlossenheit. Offene Kritik an der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer ist tabu, auch die Basis will Ruhe in der Partei. Doch die neue Führung ist zum Erfolg verdammt. Viel wird davon abhängen, wie sehr die neue Vorsitzende die Sehnsüchte nach einem konservativeren Profil der Partei erfüllen und sich dabei auch von Angela Merkel absetzen kann. Es sind die Sehnsüchte derer, denen auf dem Parteitag nur 16 Stimmen fehlten, um Friedrich Merz an die Spitze zu bringen. Der wird nun immer wieder für höhere Aufgaben empfohlen. Seine Berufung zum Berater in diversen Arbeitskreisen wird da nur als erster Schritt verstanden. Marie von Mallinckrodt und Tom Schneider berichten über eine Partei auf Kurssuche.

Unmittelbar vor Beginn der Vorstandsklausur der CDU spricht Tina Hassel mit der Parteivorsitzenden, Annegret Kramp-Karrenbauer.

Ost-Renten: das toxische Erbe der Einigung
Wenn es um Ungerechtigkeiten zwischen Ost und West geht, steht das Thema Rente bei vielen früheren DDR-Bürgern ganz oben. Denn im Einigungsvertrag wurden Härten übersehen, die vor allem geschiedene Frauen und Beschäftigte in bestimmten Berufsgruppen bis heute benachteiligen. Im Koalitionsvertrag wurde Abhilfe versprochen, doch nun drängt die Zeit: denn im Herbst sind Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Findet sich bis dahin keine Lösung, würde man der AfD ein Wahlkampfthema auf dem Silbertablett servieren.

Dazu begrüßt Tina Hassel den Ministerpräsidenten von Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke).

Zuletzt aktualisiert: 26.06.2019, 04:37:29