Chefsache? Bombardier-Manager ins Wirtschaftsministerium einbestellt

Gepostet am 09.01.2017 um 17:47 Uhr

Zittern um Arbeitsplätze bei dem kanadischen Zughersteller Bombardier. Hält das Unternehmen an seinem angekündigten Sparkurs bei den ostdeutschen Werken fest?

Wenn bei großen Unternehmen viele Arbeitsplätze in Gefahr sind, dann mischen sich Politiker gerne ein. Weil sie glauben, es wird von ihnen erwartet. Weil sie glauben, wenn der Wirtschaftsminister anruft, dann überlegt sich das Unternehmen den Stellenabbau nochmal. Manchmal sogar, weil sie glauben, mit Argumenten tatsächlich etwas verändern zu können. Mehr als Argumente hat die Politik im Fall von Bombardier auch gar nicht in der Hand. Wenn das Unternehmen tausende Arbeitsplätze abbauen und die Aufgaben in andere europäische Werke verlagern will, dann ist das erstmal eine unternehmerische Entscheidung. Dem Bundeswirtschaftsminister sind die Hände gebunden. Anders als bei Kaiser’s/Tengelmann, wo Minister Gabriel als Beteiligter im Spiel war. Anders als bei Schlecker, wo der damalige Wirtschaftsminister versucht hat, die Insolvenz abzuwenden, wenn auch erfolglos. Grund zur Hoffnung gibt es aber immer, solange geredet wird. Im Fall von Opel zum Beispiel haben Gespräche im Wirtschaftsministerium auch zu einer Lösung geführt.

Mehr hierzu in der Schalte von Oliver Köhr in der Tagesschau um 12:00 Uhr.

Zuletzt aktualisiert: 23.08.2017, 11:47:37