Seniorin zieht einen 20 Euro Schein aus ihrem Portemonnaie; Quelle: imago/imagebroker

Bundesregierung beschließt Rentenerhöhung

Gepostet am 25.04.2018 um 14:38 Uhr

Das Bundeskabinett hat eine Anhebung der Renten beschlossen. Mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner können sich über gut 3 Prozent mehr auf dem Konto freuen. Aber ist die Zukunft der Rente langfristig gesichert?

Rund 21 Millionen Rentner gibt es in Deutschland, auf ihren Konten landet ab Juli mehr Geld. Ein Beispiel: Eine monatliche Rente von tausend Euro eines Rentners, der in West-Deutschland eingezahlt hat, erhöht sich um gut 32 Euro. Für Ost-Rentner gibt es fast 34 Euro mehr im Monat. Der neue Bundessozialminister Hubertus Heil, SPD, hatte diese Erhöhung um jeweils gut 3 Prozent bereits vor einigen Wochen angekündigt, und er verwies dabei auf die gute Lage am Arbeitsmarkt und auf Lohnsteigerungen.

Bei der Entscheidung, wie die Renten angepasst werden, spielt auch der so genannte Nachhaltigkeitsfaktor eine Rolle. Er berücksichtigt, wie viele Erwerbstätige in die Rentenversicherung einzahlen und damit die Renten finanzieren. Die Rentenerhöhung wird für dieses Jahr rund 5 Milliarden Euro kosten, der Rentenbeitrag soll aber stabil bleiben. Dadurch, dass die Anhebung für die Ost-Renten wie vorgeschrieben etwas höher ausfällt, nähern sich diese Renten dem Westniveau weiter an.

Der Erhalt des gesetzlichen Rentenniveaus von 48 Prozent ist bis 2025 sichergestellt. Ebenso die Höhe des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte tragen: Der soll in den nächsten sieben Jahren die Marke von 20 Prozent nicht übersteigen. Wie geht es danach weiter? Die Koalition wird in diesem Jahr eine Kommission zur Zukunft der Rente einsetzen. Unter der Überschrift „Verlässlicher Generationenvertrag“ arbeiten dort Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zusammen. Im Jahr 2020 sollen sie ihren Bericht vorlegen.

Zuletzt aktualisiert: 15.11.2019, 23:31:08