Bühne frei für Friedrich Merz

Gepostet am 01.11.2018 um 15:06 Uhr

Friedrich Merz ist zurück auf der politischen Bühne in Berlin. Evi Seibert hat sich seinen ersten Auftritt als Kandidat für den CDU-Parteivorsitz angesehen – und weiß, was ihr ohne Angela Merkel fehlen wird.

Auftritt Friedrich Merz. Erstmals trat der Kandidat für das Amt des CDU-Parteichefs vor die Hauptstadtpresse. Der Mann redet wie gedruckt, kurz und knackig, daran hat sich nichts geändert. Inhaltlich wollte er noch nicht viel sagen. Dazu will er sich Thema für Thema in den nächsten Wochen äußern – das ist schlau, denn dann hat er jedes Mal die Schlagzeilen für sich.

Kein Tschüss, kein auf Wiedersehen

Äußerlich hat sich Friedrich Merz auch kaum verändert, die Finanzwelt hält offenbar jung. Was aber doch auffiel war der Stil. Da stand einer, der zu 150% Prozent von sich selbst überzeugt ist. Und der das auch laut sagt. Zum Beispiel, dass seine jetzigen Kollegen beim Finanzgiganten Blackrock es bedauern werden, wenn er nicht mehr ihr Aufsichtsrat sein wird. Und dass die Deutschen, die ihn noch nicht kennen, ihn kennen lernen werden. Nach 20 Minuten ging er, ohne Tschüss und auf Wiedersehen.

Sowas würde Angela Merkel im Traum nicht einfallen, so von sich zu reden und sich so zu verhalten. Man muss ihre Meinungen und Entscheidungen inhaltlich nicht teilen. Aber der Politikstil der aufgeblasenen Alphamännchen, der hat mir wirklich nicht gefehlt unter Merkel…

Zuletzt aktualisiert: 15.11.2018, 15:34:09