Hacker legen Hinweisportal lahm

Gepostet am 21.12.2016 um 13:39 Uhr

Kurz nach dem Anschlag in Berlin bat die Polizei Augenzeugen, Fotos und Videos auf einem speziellen Hinweisportal hochzuladen. Dieses wurde nun lahmgelegt, wie das Bundeskriminalamt der ARD bestätigte. Die Angreifer gingen professionell vor. Von Matthias Deiß.

Kurz nach dem Anschlag in Berlin bat die Polizei Augenzeugen, Fotos und Videos auf einem speziellen Hinweisportal hochzuladen. Dieses wurde nun lahmgelegt, wie das Bundeskriminalamt dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigte. Die Angreifer gingen professionell vor.

Von Matthias Deiß, ARD-Haupstadtstudio

Fotografieren und Filmen gehört dank Smartphones inzwischen zum Alltag. Das wollten die Ermittler, die nach dem Berlin-Attentäter suchen, für sich nutzen. Kurz nach der Tat forderten sie Augenzeugen auf, mögliche Fotos und Videos vom Tatgeschehen auf einem frisch eingerichteten Portal des Bundeskriminalamtes hochzuladen. Die Adresse: www.bka-hinweisportal.de. Doch dieses Portal wurde am Dienstag gehackt, wie das BKA dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigte. Insgesamt zweieinhalb Stunden war die Seite lahmgelegt.

Absichtliche Serverüberlastung

“Die umgehend eingeleiteten Gegenmaßnahmen haben gegriffen. Das Hinweisportal ist seit 19:30 Uhr gestern wieder erreichbar”, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme aus Wiesbaden. Zu weiteren Details wollte das Bundeskriminalamt keine Stellung nehmen. Der Angriff wird dort aber als “professionelle Attacke” gewertet, erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio aus Sicherheitskreisen. Dafür spräche auch, dass bisher noch keine endgültige Zuordnung des Angriffs gelungen sei.

Der Angriff erfolge demnach vielmehr unter Ausnutzung von Bot-Netzen. Dabei führt der Angreifer durch einen breit angelegten Angriff eine absichtliche Serverüberlastung herbei, die eine Seite nicht mehr erreichbar macht.

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Matthias Deiß

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Zuletzt aktualisiert: 14.11.2018, 03:27:34