Das war der „Bericht aus Berlin“ am 28.4.

Gepostet am 26.04.2019 um 18:28 Uhr

Die Plakate hängen, der Europa-Wahlkampf hat begonnen. Was funktioniert in der EU? Wo gibt es Nachbesserungsbedarf? Darüber diskutierte Oliver Köhr mit Ska Keller, der Spitzenkandidatin der Grünen und AfD-Kandidat Maximilian Krah.

Europawahl: Zwischen Richtungsentscheidung und Desinteresse

Die Europäische Union steht vor einer Schicksalswahl. So zumindest beschreiben die Abstimmung am 26. Mai die Parteien, die jetzt in die intensive Phase des Wahlkampfes starten. Es gehe um nicht weniger als die Zukunft Europas sagen Pro-Europäer und Europa-Kritiker unisono. Doch die Wählerinnen und Wähler scheinen trotz der ausgerufenen Dramatik desinteressiert. Umfragen deuten auf eine schwache Wahlbeteiligung hin, und die Spitzenkandidaten sind dem Wahlvolk weitgehend unbekannt. Wie erklären die Kandidatinnen und Kandidaten den Wählern, dass Europa wichtig ist? Der „Bericht aus Berlin“ begleitet Markus Pieper (CDU) und Arne Lietz (SPD) im Wahlkampf-Alltag. Beide sitzen bereits im Europa-Parlament. Doch gelingt es ihnen, zu vermitteln, was die EU in ihren Regionen in NRW und Sachsen-Anhalt bewirkt? Christian Feld hat die beiden Kandidaten beobachtet.

Wichtige Alltagsfragen

Ellis Fröder und Peter Dalheimer zeigen wie Brüssel in den vergangenen fünf Jahren über wichtige Alltagsfragen der Bürgerinnen und Bürger entscheiden hat: Gerade wurde ein teilweises Verbot von Einwegplastik auf den Weg gebracht und der Wegfall der Handy-Roaming-Gebühren verbilligt die Kommunikation etwa aus dem Urlaub. Und auch wenn Europa-Entscheidungen verschleppt werden, merken das die Menschen: Uneinigkeit in der Flüchtlings-, Steuer- oder Wirtschaftspolitik kostet Stabilität und Wachstum, sagen diejenigen, die ein starkes Europa verteidigen.

Darüber diskutierte Oliver Köhr mit Franziska Keller, Europa-Spitzenkandidatin B‘90/Grüne und Maximilian Krah, Europa-Kandidat der AfD.

Zuletzt aktualisiert: 23.05.2019, 06:49:55