Das war der „Bericht aus Berlin“ am 25.2.

Gepostet am 23.02.2018 um 16:57 Uhr

Eine mögliche Regierung gewinnt mehr und mehr an Kontur: Was sagt die Besetzung der CDU-Ministerien über die Zukunft der Partei aus? Und wofür steht der Begriff „Heimat“ im neuen Innenressort? Mehr dazu im „Bericht aus Berlin“ mit Tina Hassel und Studiogast Mike Mohring, CDU-Landesvorsitzender Thüringen.

Merkel stellt Ministerliste vor
Einen Tag vor dem CDU-Bundesparteitag präsentierte die Vorsitzende die Liste der sechs Ministerinnen und Minister der CDU. Es gab viele Erwartungen und auch einige Zusagen der Kanzlerin: Mindestens die Hälfte der Posten soll mit Frauen besetzt werden, die großen Landesverbände wollen berücksichtigt werden, der Parteinachwuchs verlangt mehr Jüngere. Welche Personalentscheidungen Angela Merkel letztlich getroffen hat und wie das einzuordnen ist, sehen Sie im Video der Sendung.

Im Studio begrüßte Tina Hassel Mike Mohring, den CDU-Landesvorsitzenden Thüringen. Angesichts der Entscheidung Merkels, keinen Vertreter aus Ostdeutschland für einen Ministerposten zu nominieren, forderte er den Verbleib des Ostbeauftragten in der Bundesregierung.

Was ist Heimat?
Für jeden bedeutet das etwas anderes, aber die Politik scheint eine Sehnsucht nach klarer Definition des Begriffs Heimat und inhaltlicher Ausgestaltung ausgemacht zu haben. Im Koalitionsvertrag ist die Erweiterung des Innenministeriums zu einem Innen- und Heimatministerium vereinbart. Auf Bundesebene kann es nicht bei einer größeren Version des schon existierenden bayerischen Heimatministeriums bleiben, das sich um Traditionspflege kümmert und ansonsten vor allem Geld für Innenstädte und Straßen verteilt. Der Heimatbegriff soll nicht der AfD überlassen werden. Und die Union möchte aktiv ein neues Heimatgefühl prägen – in einem Land, in dem in großstädtischen Kneipen teilweise nur noch Englisch gesprochen wird, in dem Migranten sich nach Integrations- und Deutschkursen heimisch fühlen sollen. Und in dem manche sich von den Entwicklungen überrollt fühlen. Volker Schwenck ging auf die Suche nach dem Gefühl, das Heimat sein kann.

Zuletzt aktualisiert: 02.12.2020, 00:23:44