Das war der Bericht aus Berlin am 15.04.

Gepostet am 13.04.2018 um 14:58 Uhr

Bringt der Syrien-Konflikt einen neuen Kalten Krieg hervor? Und wird Antisemitismus an deutschen Schulen als Problem ernst genommen? Darüber sprach Tina Hassel im Bericht aus Berlin mit Bundesaußenminister Heiko Maas, SPD.


Gefährliche Abschreckung

Die Situation in Syrien scheint zu eskalieren. US-Präsident Trump verschickt eine Kriegserklärung per Twitter, Großbritannien erklärt sich solidarisch, Frankreich will auch mitziehen und Russland hat klargemacht, dass es keine direkten Angriffe gegen Assad dulden wird. Amerikas Beziehungen zu Russland seien schlechter als im kalten Krieg, erklärt Donald Trump. Doch wie agiert Russland? Mit einem Gegenschlag oder mit einer konstanten Destabilisierung der westlichen Bündnispartner? Hackerangriffe, Desinformationskampagnen, psychologische Verunsicherung. Es sind mehr oder weniger subtile Formen der Kriegsführung.

Dazu kommt Bundesaußenminister Heiko Maas live ins Studio und spricht mit Tina Hassel auch über die Position Deutschlands in diesem Konflikt.

„Hau ab, du Jude“ – Antisemitismus in Deutschland

Über Monate wurde ein jetzt 15-jähriger beleidigt, verprügelt, gemobbt, weil er Jude ist. Erst seitdem er die Schule gewechselt hat, geht es ihm wieder besser. Ein Fall von vielen. Antisemitismus und Judenhass scheinen auf vielen deutschen Schulhöfen alltäglich zu sein. Langsam wird die Öffentlichkeit sensibler für das Thema. Die Politik verspricht, in Zukunft verstärkt Sozialarbeiter an die Schulen zu schicken. Tamara Anthony hat mit der betroffenen Familie gesprochen und fragt, wie es sein kann, dass mehr als 70 Jahre nach dem Nationalsozialismus in Deutschland solche Stimmen wieder laut werden und wie die Familie damit lebt.

Auch dazu spricht Tina Hassel mit Heiko Maas. In seiner Zeit als Justizminister hat er sich mit diesem Thema beschäftigt, als amtierender Außenminister setzte er bereits mit seinem Israel-Besuch im März ein Zeichen.

Zuletzt aktualisiert: 19.09.2018, 03:59:33