Kommentar: Der Renten-Populismus des Olaf Scholz

Gepostet am 22.08.2018 um 20:43 Uhr

Wer hätte das gedacht? Der sonst so ultraseriöse Olaf Scholz kann auch Populismus. „Stabile Renten verhindern einen deutschen Donald Trump!“, lautet der Befund des Finanzministers und Vizekanzlers von der SPD. Also verspricht Scholz, was niemand derzeit seriös zusagen kann: ein stabiles Rentenniveau bis zum Jahr 2040. Gegenfinanzierungsvorschläge: Fehlanzeige.
Scholz war selber mal Sozialminister. Er weiß genau, dass ab Ende des nächsten Jahrzehntes immense finanzielle Belastungen auf das Rentensystem zukommen werden. Dann gehen nämlich die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand. Die demographische Entwicklung ungünstig. Auf immer mehr Senioren kommen immer weniger Arbeitnehmer, die in die Rentenkasse einzahlen. Was also tun? Die Große Koalition hat zugesagt, das Rentenniveau bis 2025 auf dem jetzigen Stand von 48 Prozent im Vergleich zum Durchschnittslohn zu halten. Zweite Zusage: die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sollen bis 2025 nicht übermäßig steigen. Für die

Zuletzt aktualisiert: 22.10.2018, 18:17:56