Kommentar: Die Berliner Opfer klagen an – die Politik reagiert spät

Gepostet am 13.12.2017 um 18:22 Uhr

14 Meter ist er lang – der Riss, der sich goldfarben durch den Boden zieht. Über den Breitscheidplatz. Auch die Namen der 12 Todesopfer werden eingraviert sein auf den Treppenstufen am Fuße der Gedächtniskirche.
Ein Mahnmal, das kommende Woche eingeweiht werden soll, am Jahrestag des wohl schwersten Terroranschlags in Deutschland. Mit dem symbolischen Riss, der im Herzen der Hinterbliebenen bleiben wird . Den Kurt Beck, der Beauftragte für die Belange der Verletzten und Angehörigen, heute noch einmal eindringlich und sensibel nachgezeichnet hat. Der sich um Schmerz , Trauer, Traumata windet. Um Tragödien von Eltern, die ihr Kind oder von Kindern, die ihre Eltern verloren haben. Um Menschen, die für ihr weiteres Leben schwer behindert sein werden.
Als wäre das nicht genug, so dokumentiert der Bericht von Kurt Beck einen Riss, der zu einer wahren Kluft geworden ist. Einer tiefen Kluft vor allem zwischen den Opfern und dem Staat. Der hat in Sachen Terror-Abwehr nicht nur eklat

Zuletzt aktualisiert: 24.01.2018, 10:57:52