Zwischenruf: Merkel – zu gerupft, um cool zu bleiben

Gepostet am 26.09.2017 um 15:25 Uhr

Staub aus den Klamotten klopfen, dann weitermachen: Das ist, kurz zusammengefasst, die Parole, die die CDU-Chefin gestern ausgegeben hat. In drei Wochen, nach der Niedersachsen-Wahl könne man dann ja auch mal darüber reden, warum die Union so viel verloren hat. Das ist bei einem Minus von mehr als acht Prozent ein bisschen wenig, meint Alex Krämer.

#take#

Angela Merkel ist cool, gelassen, reagiert nie hektisch: Genau das ist es, was viele an ihr schätzen.

Jetzt aber übertreibt sie’s mit der Coolness: Die Union hat das schlechteste Wahlergebnis seit 1949 eingefahren, und die Chefin sagt auf die Frage nach möglichen Fehlern: Nö, ich wüsste wirklich nicht, was wir anders machen sollten. Jaa, ein paar Stimmen mehr wären schon schön gewesen, aber immerhin liege man ja noch über dreißig Prozent und damit deutlich vor der völlig zerschmetterten SPD.

Hallo, war da was? Das ist keine beruhigende Gelassenheit mehr, sondern Wurschtigkeit. Mit ihrem kompletten Verzicht auf Selbstkrit

Zuletzt aktualisiert: 22.11.2017, 11:48:40