SPD Wahlkampfbühne: immer dieseleben halten die Fahne hoch und zittern

Gepostet am 13.09.2017 um 11:50 Uhr

091317 SPD Onkel Martin

In der SPD nennen sie ihn Onkel. Onkel Martin. Hinter vorgehaltener Hand.
Martin kämpft. Aber ziemlich allein. Und Martin fordert. Außer Gerechtigkeit jetzt noch eine zweite Diskussionsrunde mit der Kanzlerin. Martin hat der Kanzlerin gewissermaßen per Brief den Fehdehandschuh hingeworfen.
Es war klar, dass die Dame den Handschuh nicht ergreifen würde. Warum sollte Merkel das tun.
Es wirkt ein wenig trotzig – von Martin. Denn beim ersten Mal konnte er nicht obsiegen. Gleichwohl seine Partei behauptete den Sieg im TV Duell. Allerdings sechs Stunden bevor das Duell überhaupt stattfand.
Eine kleine Panne, hieß es von Seiten der SPD.
Eine weitere kleine Panne im Spiel. Bei dem die Rollen ebenso wie der Ausgang des Stücks festzustehen scheinen..
Beim Duell mit der Kanzlerin setzte seine Partei den Kandidaten unter Druck. Das Duell müsse die Wende bringen, den Aufstieg der SPD, so die Forderung von SPD Fraktionschef Oppermann. Das war auch eine Drohung.

In der SPD nennen sie ihn Onkel. Onkel Martin. Hinter vorgehaltener Hand. Und Martin kämpft. Aber ziemlich allein. Und Martin fordert.  Außer Gerechtigkeit jetzt noch eine zweite Diskussionsrunde mit der Kanzlerin. Martin hat der Kanzlerin gewissermaßen per Brief den Fehdehandschuh hingeworfen.

Es war klar, dass die Dame den Handschuh nicht ergreifen würde. Warum sollte Merkel das tun. Es wirkt ein wenig trotzig – von Martin. Denn beim ersten Mal konnte er nicht obsiegen. Gleichwohl seine Partei behauptete den Sieg im TV Duell. Allerdings sechs Stunden bevor das Duell überhaupt stattfand. Eine kleine Panne, hieß es von Seiten der SPD.

Eine weitere kleine Panne im Spiel. Bei dem die Rollen ebenso wie der Ausgang des Stücks festzustehen scheinen. Beim Duell mit der Kanzlerin setzte seine Partei den Kandidaten unter Druck. Das Duell müsse die Wende bringen, den Aufstieg der SPD, so die Forderung von SPD Fraktionschef Oppermann. Das war auch eine Drohung.

Was wenn die Wende nicht käme, was dann…..Martin. Die Umfragen mögen ungenau sein, aber sie geben eine Tendenz an. Die Wende ist ausgeblieben.

Vielleicht, wenn alles gut geht kann sich die SPD in eine Neuauflage der Großen Koalition retten. Gerettet wäre aber allenfalls die älter werdende Generation der Sozialdemokratie. Dazu gehören, Schulz, Oppermann, ja auch Gabriel. Ende fünfzig – über sechzig.

Das ist nicht die Neue Zeit, die da immer wieder marschiert. Posten werden gesichert. Die alte Generation hält die Fahne hoch. (Schon oft gesehen.) Soll das die Zukunft sein? Wenn es schlecht läuft: ja. Für eine gewisse Zeit.

Die nächste Große Koalition. Die Spieler nehmen wieder ihre gewohnten Rollen ein, eine Nebenrolle bekommt Onkel Martin auf den Leib geschrieben. Dabei bräuchte die alte SPD Erneuerung: Neue Personen, neue Antworten auf alte und neue Themen. Einmal Luftholen – nachdenken – neu Sortieren.

Was bislang geboten wurde klingt abgeschmackt, würde Mephisto dazu sagen. Opposition – nicht Koalition, das könnte und sollte spannend sein. Auch wenn Weiteregieren so bequem wäre – aber nur für die Üblichen.

Opposition ist nicht Mist, sondern ist Erholung, ist Selbstfindung.  Mag auch nur vier Jahre dauern. Da können Antworten auf Merkels wir schaffen das Politik gefunden werden.  Das wäre eine Chance – gerade auch für die noch nicht so alten in der SPD.

Die Genossen lassen Martin jetzt machen. Das fällt auf. Lassen ihn hilflos trotzig auf verschiedenen Bühnen zurück. Und Briefe schreiben. Martin allein im Haus der wahlkämpfenden SPD.

Irgendwie traurig auch. Opposition wäre Hoffnung. Aber Große Koalition scheint das Ziel zu sein.

Zuletzt aktualisiert: 23.09.2017, 14:49:38