Tauber-Tweet: Vereinfacht, beschönigt und zusammengekürzt

Gepostet am 04.07.2017 um 16:16 Uhr

Der CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich mit seinem Tweet über Mini-Jobber keinen Gefallen getan. Dazu kommt, dass Taubers Aussage fern jeder Realität ist. Ein Kommentar unserer Korrespondentin Marie von Mallinckrodt.

Als wäre die Welt so einfach. Man muss nur was Ordentliches gelernt haben, dann braucht’s auch keine prekäre Beschäftigung – das bleibt als Botschaft des Tauber-Tweets. Knapp zwei Millionen derer, die einem Mini-Job nachgehen, haben auch eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Blöd formuliert

Das sind die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Darunter sind gewiss etliche, die sich eine reguläre Arbeitsstelle wünschen würden, die unfreiwillig mini-jobben. Für seinen Tweet hat CDU-Generalsekretär Tauber sich bereits entschuldigt. Blöd formuliert und damit manche verletzt, schrieb er. Doch der Eindruck bleibt: es wird vereinfacht, beschönigt und auf’s äußert Missverständliche zusammengekürzt, selbst bei der Hauptbotschaft für den Wahlkampf der CDU: #fedidwgugl. Wenn sich manche Dinge eben nicht in zehn oder 140 Zeichen zum Ausdruck bringen lassen, dann sollte man es lieber nicht twittern.

Zuletzt aktualisiert: 20.10.2017, 01:40:48