Von Basardemokratien und sinkenden Sternen

Gepostet am 29.11.2017 um 11:21 Uhr

Werden die GroKo-Gespräche durch Schmitds Glyphosat-Entscheidung belastet? Nein, das ist Vorwand, meint Frank Wahlig. Belastet werden die Gespräche durch eine Politikergeneration, die aus der Zeit gefallen ist.

Ja geht’s noch, SPD? Darf es ein bisschen mehr sein? Ein Ministerium mehr, ein Staatssekretärchen hier oder da noch eins. Der SPD mögen die Inhalte fehlen, aber an Chuzpe fehlt es nicht. Landwirtschaftsminister Schmidt hat die Anwendung von Glyphosat verlängert. Nicht er alleine sondern viele andere EU-Staaten waren auch dafür.

Was macht die vereinigte Sozialdemokratie? Schreit auf, als ob die Sozialistengesetze reaktiviert worden wären. Dabei ist die Führungsschwäche der Kanzlerin offensichtlich. Da sinkt etwas. Alle merken es – nur die SPD nicht, tut so als ob man Merkel noch etwas abpressen könnte, was gegen die erklärte Unionspolitik ist.

Merkel hat nichts mehr zu geben

Die SPD behandelt Merkel als ob sie geben könnte, als ob sie ein ernstzunehmender Kaufmann wäre. Fordern kann man nur von jemanden, der in der Lage ist, etwas geben zu können. Das ist die Frage: Wie rasch sinkt Merkels Stern? Der von Seehofer ist bereits hinter dem politischen Horizont.

Werden die GroKo-Gespräche durch Schmitds Glyphosat-Entscheidung belastet? Nein, das ist Vorwand. Belastet werden die Gespräche – wenn überhaupt – durch eine Politikergeneration, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Die zukünftige Regierung kann den Charakter eines GroKo-Bazars annehmen – und schnell scheitern. Oder es kann eine Minderheitsregierung sein, die kontrolliert an eine andere Politikergeneration weitergibt.

Die Basardemokratie, wie Merkel es bei Jamaika vorführen wollte, und mit der SPD weitermachen möchte, kommt an ihr Ende. Merkels Stern ist im Sinken, da geht etwas zu Ende. Wenn die SPD dem gleich tun möchte, dann nur weiter so.

Zuletzt aktualisiert: 11.12.2017, 04:57:37