Der Bericht aus Berlin vom 01. Oktober 2017

Gepostet am 01.10.2017 um 19:59 Uhr

Zwist in der Union über die Obergrenze und Uneinigkeiten zwischen Schwarz-Gelb-Grün in der EU-Politik. Was bedeutet das für eine mögliche Jamaika-Koalition? Thomas Baumann sprach im Bericht aus Berlin mit CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und Alexander Graf Lambsdorff (FDP) über diese Themen.

Seehoferdämmerung in München
Paartherapie für die Union Den Machtkampf hat der gewitzte CSU-Chef vorerst für sich entscheiden können. Trotzdem wirft das schlechte CSU-Wahlergebnis in Bayern Schatten auf ein mögliches Jamaika-Bündnis im Bund, muss ein angeschlagener Seehofer doch mehr Zählbares heraus handeln als ein souverän im Sattel sitzender. Und so trifft sich die Union zur Selbstfindung erst einmal zu Sondierungen vor den eigentlichen Sondierungsgesprächen mit FDP und Grünen. Axel Finkenwirth über die schwierige Gemütslage in der Union.

Dazu ein Gespräch mit Andreas Scheuer, Generalsekretär CSU

Europa – Stolperstein für Jamaika?
Der französische Präsident hat extra bis nach der Wahl gewartet, um seine Europa-Reformvorschläge zu präsentieren. Kanzlerin Merkel hat schon Zustimmung geäußert, allerdings gibt es vor allem in den Fragen der Finanzpolitik erhebliche Unterschiede zwischen den möglichen Jamaika-Koalitionspartnern. Während die Grünen die europäische Solidarität in den Mittelpunkt stellen und eine Abkehr von der Sparpolitik wünschen, kritisiert die FDP die Griechenland-Hilfen und will den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) langfristig auslaufen lassen. Navina Lala analysiert, inwieweit die entgegengesetzten Positionen der Europapolitik eine mögliche Jamaika-Koalition gefährden können.

Zu Gast im Studio war Alexander Graf Lambsdorff, FDP.

Zuletzt aktualisiert: 22.10.2017, 15:53:22