Geht auch NRW daneben, kann Martin Schulz wohl einpacken

Gepostet am 08.05.2017 um 11:20 Uhr

Der versemmelte Wahlkampf in Schleswig-Holstein kostet der SPD die Staatskanzlei in Kiel. Verliert die SPD auch in NRW, bedeutet das nichts Gutes für den Kanzlerkandidaten Schulz. Dagmar Pepping kommentiert.

Was für ein Schlag in die Magengrube! Ein versemmelter Wahlkampf kostet die SPD die Staatskanzlei in Kiel. Geht am Sonntag auch die Landtagswahl in NRW daneben, dann kann Kanzlerkandidat Martin Schulz eigentlich einpacken.

Dann geht die Stimmung bei den Sozialdemokraten so tief in den Keller, wie sie es vor dem vermeintlichen Heilsbringer Schulz und dem Hype um seine Person war. Die vierte Amtszeit von Kanzlerin Angela Merkel stünde so gut wie fest.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther hatte keine Chance und nutzte sie. Für Merkel ist der 43-Jährige willkommener frischer Wind in ihrer Partei. Die Grünen und die FDP können ebenfalls jubeln. Robert Habeck hält die Nord-Grünen stabil bei fast 13 Prozent, während sie im Bund und in NRW dramatisch abgerutscht sind.

Wäre Habeck doch bloß Spitzenkandidat für die Bundestagswahl geworden, dürften viele Grüne seufzen. Nur 75 Stimmen fehlten. Die FDP ist auf dem Weg zurück in den Bundestag. Kiel-Düsseldorf-Berlin lautet die Marschroute von Parteichef Lindner und Vize Kubicki.

Sorgen sollte sich dagegen die AfD machen: Nur knapp 6 Prozent. Zu viel Rechts und zu viel interner Streit kommen selbst bei Protestwählern nicht an.

Zuletzt aktualisiert: 24.11.2017, 04:32:52